Große Nachfrage beim Thema Landwirtschaft

Große Nachfrage beim Thema Landwirtschaft

Wer regelmäßig die Medien verfolgt, der stößt nicht gerade selten auch auf die Schlagwörter Massentierhaltung oder Agrarindustrie. Doch wie viel Industrie steckt eigentlich in der Landwirtschaft und wo beginnt Massentierhaltung?

“Viele Zahlen, Daten und Fakten hatte Thomas Fabry für die zahlreichen Gäste und die Mitglieder CDU-Balve parat, die ihn und seine Familie auf dem Hof in Langenholthausen besuchten, um einen Eindruck von der Arbeit eines landwirtschaftlichen Familienbetriebes zu gewinnen. So lautete das Thema in der Veranstaltungsreihe “CDU vor Ort”: Zwischen Bauernhof und Agrarindustrie – wo stehen wir in diesem Spannungsfeld in Balve?

"Schwein gehabt" - Besichtigung der CCM-Annahme

“Schwein gehabt” – Besichtigung der CCM-Annahme

Wichtig sei Thomas Fabry, der Agrarwissenschaften an der Fachhochschule in Osnabrück studiert, der Umgang mit den über 2.000 Schweinen, davon 200 Muttertiere auf dem familiären Hof. “Wir wollen eine nachhaltige Landwirtschaft in der Region halten und dabei gute Qualität produzieren”. Um dies zu erreichen, wird auf über 100ha hochwertiges Futter für die Tiere angebaut. Dabei hat Familie Fabry viel Geld für die Zukunft und das sogenannte Corn-Cob-Mix (CCM) investiert. Hierbei wird der Mais direkt fertig siliert und es entsteht optimales Futter für die Tiere. Darüber hinaus werden noch 60ha Wald bewirtschaftet, der auch als Energielieferant für den Hof genutzt wird.

Probleme bereite den Landwirten der immer höher werdende bürokratische Aufwand, letztlich Zeit, die für die Tiere fehle. Aber auch durch die aktuelle Politik des grünen Landesministers Remmel wie z.B. durch das Verbandsklagerecht und immer weiterer Auflagen wird die Arbeit erschwert. Fabry machte dies an einem Beispiel deutlich. So musste auf dem Hof eine Abdeckung für 30.000 Euro angebracht werden. Geld, was nicht für die Tiere investiert werden könne und somit als liquide Mittel fehle. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Guido Grote zeigte sich erfreut über die guten Rahmenbedingungen hier vor Ort und war zugleich fassungslos über die niedrigen Erlöse. So bekommt ein Landwirt für ein Kilogramm Schwein derzeit 1,24 Euro. Ursachen für den starken Preisverfall seien das Preisdiktat der großen Handelsketten” (pm)

Blick in das Abteil eines Schweinestalls

Blick in das Abteil eines Schweinestalls

Blick in den Stall

Um die Schweine vor möglichen Krankheitserregern zu schützen, die von außen in die Ställe getragen werden könnten, bekleiden sich alle Besucher mit Einweganzügen. Ein jeder Landwirt trägt die Verantwortung für seine Tiere und ordnet dem Erhalt der Gesundheit die höchste Priorität zu. Fertig angekleidet bekommen die Besucher einen Einblick in die Schweinehaltung, sowie die Lagerung und Aufbereitung des Futters.

Der Rundgang stößt durchweg auf großes Interesse und Begeisterung, Landwirtschaft und Tierhaltung hautnah mitzuerleben. Die Tierhaltung hat auch vor Ort eine große Bedeutung. Im offenen Umgang zwischen Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft, kann die so wichtige Branche erhalten und sicher in die Zukunft geführt werden. Einen ersten Schritt haben wir gemacht …