Sicher haben Sie sich schon einmal gefragt, was es mit den abgestorbenen Pflanzen auf den Feldern auf sich hat. Wo das Frühjahr eigentlich den Vegetationsstart für die Pflanzen bedeutet, so zeigen sich einige Kulturen noch absolut regungslos. Gehen wir dazu acht Monate zurück, denn im August letzten Jahres wurde mit dem Weizen das letzte Getreide abgeerntet und die Felder waren frei für die nächste Kultur. Folgt auf das Getreide der Anbau von Mais, welcher als Sommerfrucht im April gelegt wird, würde das Feld über ein halbes Jahr „leer stehen” und wäre angreifbar für Erosion und Auswaschung von Nährstoffen.

Jetzt kommen die Zwischenfrüchte ins Spiel

Denn um die Produktionsgrundlage zu erhalten, wird noch im Sommer nach der Ernte eine Pflanze angebaut, die im Boden vorhandene Nährstoffe aufnimmt, um diese in Form von Pflanzenmasse zu speichern. Diese Nährstoffe stehen später der Folgekultur zur Verfügung. Andere Effekte sind außerdem die Förderung der Bodenorganismen und das Auflockern des Bodenreichs. Da Feldkulturen nicht unmittelbar nacheinander angebaut werden können, kann die Zwischenfrucht die Fruchtfolge und auch Krankheitsbrücken auftrennen. Als Zwischenfrüchte werden häufig Senf oder Ölrettich eingesetzt, die den Anforderungen als Kreuzblüter sehr gut gerecht werden. Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei diesen Früchten daraus, dass sie im Winter durch den Frost absterben und sich dann im Frühjahr wieder besser in den Boden einarbeiten lassen. Wie das funktioniert sehr Ihr im Video:

https://www.youtube.com/watch?v=Lb36OqTPmUg