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Die Entscheidung über die Zulassung von Glyphosat steht unmittelbar bevor. Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln zur Verhinderung von unerwünschtem Pflanzenwuchs im Ackerbau. Das Herbizid gilt als eines der am stärksten untersuchten Mittel im Pflanzenschutz überhaupt. Der Akteur in der aktuellen Diskussion ist dabei nicht die Abstimmung selber, sondern vielmehr die Frage, ob Glyphosat möglicherweise gefährlich ist. Es entsteht der Eindruck, dass es sich bei der Diskussion nur noch um die Diskussion selber dreht. Ein Kreislauf der Panikmache?

Nun es ist nicht abzustreiten, dass ein gewisses Maß an Untersuchungen sinnvoll sind, um unsere hohe Lebensmittelsicherheit weiterhin zu  gewährleisten. Aber neben der Studienschlacht und dem individuellen Auslegen von Tatsachen fehlt es in der Diskussion vor allem an vernünftigen Anhaltspunkten. “Wenn man irgendeine schädliche Chemikalie in der Muttermilch, im Frischgemüse oder in meinem Daumennagel findet, dann ist das zunächst kein Grund zur Beunruhigung, sondern möglicherweise bloß ein Beweis für die bewundernswerte Messgenauigkeit der analytischen Chemie[1].”

Dabei verfolgt vor allem die Partei “Die Grünen” einen klaren Kurs: Ablehnung des “Giftstoffes Glyphosat”. Es vor allem interessant zu sehen, worauf in dem Diskurs um das Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen wird, denn nachdem jede Studie wie ein Strohhalm ergriffen wurde, ist es heute das Vorsorgeprinzip, welches in der Argumentation voran getragen wird. Vielleicht musste nach der Meldung der WHO, dass Glyphosat doch nicht krebserregend ist[2], eine neue Strategie her. Unabhängig davon wie zu der Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels entschieden wird, stehen die großen Verlierer jedoch fest: die Verbraucher!

Wenn wir heute über Glyphosat sprechen, dann reden wir von Kampagnen und Studien die ausgelegt werden, um die Angst der Verbraucher zu schüren und sie in Panik zu versetzen. Dann reden wir von vielen Anspruchsgruppen, die sich kontrovers in die Diskussion einklinken. Dann reden wir von einem komplexen Thema, das den Verbrauchern viel zu selten  sachlich, einfach und glaubwürdig dargestellt wird. Es fehlt an einer klaren Diskussionsbasis und einem “Graubereich”, der eine sachliche Auseinandersetzung fördert. Denn nicht Angst oder Stimmen sollte das Ziel der Debatte sein, sondern die Aufrechterhaltung unserer bestehenden Lebensmittelsicherheit und die mögliche Umsetzung durch die Landwirtschaft.

LINKS


Ein empfehlenswerter Artikel dazu hier 

In dem Zusammenhang ist der Bericht der Sendung “Odysso” aus den SWR zu erwähnen, der die Thematik in einem kurzen Beitrag darstellt: Link zu Mediathek 

Auf der Internetseite von agrar-heute werden 7 Fakten zu Glyphosat auf den Punkt gebracht

Ein guter Kommentar vom FAZ-Redakteur Jan Grossarth zu dem Thema

http://www.magdeburg-kompakt.de/der-skandal-hinter-dem-glyphosat-skandal/

Quellen


[1] http://futurezone.at/meinung/die-boese-chemie/199.262.997

[2]http://www.agrarheute.com/news/who-forscher-glyphosat-krebserregend

Bildnachweis


https://pixabay.com/de/ackerbau-pflanzenschutz-spr%C3%BChnebel-1359862/